Wenn schon die Kakerlaken, Überlebenskünstler seit Dinosaurierzeiten, sterben müssen, was sollen wir dann erst sagen. Vier junge Menschen (Regie: Beatriz Catani) geraten angesichts des langsamen unfallbedingten Todes einer Küchenschabe aus dem Tritt. Drei Frauen mit Hang zur Hyperaktivität und ein weinerlicher Mann, der seine sexuelle Depression geschlechtstypisch durch Holzhacken bekämpft (wenn er nicht gerade auch ein mal ein wenig mit den Damen mitmasturbieren darf) versammeln sich in einer Art WG Gemeinschaftsraum und reden sich um die letzten Themen. Daneben springen sie auf dem einzigen Sofa herum, sperren sich in den Wandschrank, spielen Ball oder hacken sich die Finger ab und schauen hin und wieder mal wie es der Kakerlake geht. Wie gesagt, es geht ihr nicht gut und so wird alles immer hoffnungsloser. Irgendwann, wenn auch die Zuschauer schon ganz traurig sind, gibt es Tee und süßes Gebäck und dann geht es wieder ein wenig bis langsam das Licht verlöscht und die Kakerlake ihren Geist aufgibt.