Das Timing passt. Kurz vor Festivalende geht auch die Welt zugrunde. In einem bildstarken, mit pyrotechnischen Effekten angereicherten Tonbildbogen, entfaltet Philppe Quesne eine zwergwürdige Endzeitphantasie, die nicht viele Worte braucht. Sehr langsam und untermalt mit düsteren Tönen eines klangfeinen Streichquartettes, die ein wenig an die Schiffskapelle der Titanic erinnern, nähert sich ein Grüppchen von Zwergen und Touristen, nebst maladem Maulwurf, der Katastrophe. Das ist mit stupender Konsequenz inszeniert, skurril, auch mal komisch, und größtenteils ernsthaft. Große Bilder, die auf die Dauer dann allerdings in ihrem XXL Format zu verkitschen drohen. Der Weltuntergang findet hier doch eher als Geisterbahneffekt statt.